Holz ist ein Naturprodukt

Holz ist ein Naturprodukt und jede Holzart hat ihre eigenen Eigenschaften. Im Laufe der Zeit können sich trotz einer sorgfältigen Auswahl der Materialen und deren ordnungsgemäßen Verarbeitung nicht zu beeinflussende Eigenschaften durchsetzen. Diese sind bei dem natürlichen Material Holz, aufgrund seiner Struktur und den jeweilig vorherrschenden Raumbedingungen möglich und zeugen von einem natürlichen Ursprung des Holzes.

1. Besonderheiten von Holz

Holz besteht zu einem überwiegenden Teil aus Zellulose sowie zelluloseähnlichen Stoffen und ist somit das Zellgewebe von Bäumen. Da Holz zu den nachwachsenden Rohstoffen gehört, zählt es zu den regenerativen Energiequellen. Wobei hierbei angemerkt werden muss, das derzeit mehr Holz verbraucht wird als überhaupt (nachhaltig) nachwachsen kann. Besonders im Dekorativem Bereich trägt Holz durch seine spezifischen Merkmale und sein vielschichtiges Aussehen zu einer wohnlichen Atmosphäre und einem gesunden Raumklima bei. Darüber hinaus kann Holz aufgrund seiner technischen und physikalischen Gegebenheiten vielfältig verwendet werden.

Die verschiedenen Holzarten können grundsätzlich in Hartholz und Weichholz unterschieden werden. Hartholz zeichnet sich durch eine enge Gefäßstruktur sowie einen hohen Anteil an Fasern aus. Diese Eigenschaften führen dazu, dass das Holz schwerer und fester ist. Im Gegensatz dazu stehen die Eigenschaften von Weichholz, welches leicht und weich ist.

Harthölzer: Buche, Eiche, Nussbaum, Kirsche, Apfel usw.

Weichhölzer: Zirbe, Erle, Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne usw.

Jeder Baum und somit jede Art von Holz ist unterschiedlich und hat einzigartig Merkmale vorzuweisen. Gerade deshalb wird Dekoratives aus Holz zu einem unverwechselbaren Unikat aus handwerklicher Fertigung. Das Naturprodukt Holz weißt charakteristische Merkmale wie Verwachsungen, Druckstellen, Haar- und Kreuzrisse, Asteinschließungen, Harzgallen, Spannungen (Drehwuchs) sowie Farb- und Strukturunterschiede auf, die je nach Wuchsgebiet und Holzart verschieden sind. Diese charakteristischen Merkmale zeugen von einem natürlichen Ursprung des Holzes, das eine Geschichte erzählt.

„Jeder Ast eines Baumes kennt eine Geschichte – ein alter Baum ist eine Geschichte“

Klaus Ender (deutscher Fotograf und Buchautor)

2. Arbeitet das (Massiv)Holz?

Ja, da Holz ein Naturprodukt ist, das sich im Laufe der Zeit verändern kann. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit des Holzes wie Dichte und Struktur kann der Trocknungsprozess, insbesondere bei größeren Materialstärken, nicht gleichmäßig stattfinden, was im Laufe der Zeit zu Trocknungsrissen führen kann.

Diese Veränderung kann durch schwankende Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit (auch Jahreszeiten bedingt) auftreten. Daher sind Spannungen im (Massiv)Holz, Schwund, Verziehen oder Reißen des Holzes nicht immer ausschließbar. Holz ist hygroskopisch, was bedeutet die innere Feuchtigkeit des Holzes passt sich an die sich verändernde Umgebung an. Eine besondere Eigenschaft von Holz ist es also die Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. Durch die Aufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit kommt es zu Maßveränderungen des Holzes, was dazu führt, dass das Holz arbeitet.

2.1 Was gibt es dabei zu beachten?

Der wichtigste Punkt für (Massiv)Holzmöbel ist die Beachtung eines gesunden Raumklimas. Ein möglichst konstantes Raumklima hilft dabei, die auftretenden Veränderungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die idealen Werte liegen bei einer konstanten Raumtemperatur zwischen 18 – 23 Grad sowie bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 45 – 65%.

Sie als Endverbraucher sollten daher wissen, dass sich Ihr (Massiv)Holz in Ihren Räumlichkeiten anders verhalten können, wenn das Normklima deutlich von den oben beschriebenen Angaben abweicht oder Schwankungen unterliegt. Sollte die Luft zu trocken oder zu feucht sein, schadet das Ihren (Massiv)Holz. Wenn es zu Holzfeuchteänderungen bedingt durch klimatische Raumveränderungen kommt, kann das zu natürlichen und dadurch zu erwartenden Maßveränderungen des Holzes führen. Ist die Luftfeuchtigkeit, meist in der Heizperiode (z.B. im Winter) zu gering, kann es zu Rissbildungen (manchmal mehrere Millimeter) kommen und die Holzplatten können sich verziehen. Sobald die Luftfeuchtigkeit im Frühjahr steigt, schließen sich auch die Risse und oft begradigen sich die Holzplatten wieder.

Wann ist die Luft für (Massiv)holz zu trocken?

Gerade in den Wintermonaten, wenn durch trockene Heizungsluft die Luftfeuchtigkeit bis auf 25% sinkt. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann man mit Luftbefeuchter verbessern. Eventuell auch durch Wasserbehälter an den Heizkörpern die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Um Trocknungsrisse und ein Schrumpfen durch eine zu geringe Luftfeuchtigkeit zu minimieren, empfiehlt es sich auch das (Massiv)Holz regelmäßig einzuölen. Bitte verwenden Sie dazu nur passende Pflegemittel.

Wann ist die Luft für (Massiv)holz zu feucht?

Besonders in ungeheizten Räumen in denen die Temperaturen unter 20 Grad liegen. Davon sind meistens Keller, Garagen und Flure betroffen, aber auch Räumlichkeiten in denen weniger gelüftet wird, wie Wintergärten, Neubauten und Lagerräume. Ebenfalls kann es nach längeren regnerischen Zeiträumen in den Frühlings- und Sommermonaten, zu erhöhter Luftfeuchtigkeit in Häuser/Wohnungen kommen. Sollte das der Fall sein, ist es ratsam die Räumlichkeiten zu beheizen oder einen geeigneteren Platz für das (Massiv)Holzstück zu finden, da das Holz ansonsten übermäßig quellen und sich verwerfen kann.

Fragen die Sie bei der Auswahl des Standortes Ihres (Massiv)Holzdekostücks beachten sollten:

  • Handelt es sich um geschlossene Räume oder um offene aber überdachte Räume?
  • Handelt es sich um Räume mit Zentralheizung oder mit Ofenheizung?
  • Welche Raumtemperaturen sind zu erwarten?
  • Gibt es extreme Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperaturen an diesem „künftigen“ Standort des Dekostückes im Laufe des Jahres?

Weitere zu beachtende Punkte:

  • Schützen Sie die Oberfläche Ihres (Massiv)Holzdekostückes vor Feuchtigkeit und Hitze. Beides kann zu Beschädigungen und Flecken führen.
  • Bei geölten Oberflächen kann es zu naturbedingten Schattenbildungen kommen. Dies entsteht dadurch, weil (Massiv)Holz das Öl unterschiedlich aufnimmt.
  • Intensive Lichtbestrahlung kann dazu führen, dass das Holz ausbleicht.
  • Holz ist für Fußbodenheizungen und Luft-Wärmetauscher (Be- und Entlüftungsanlagen) nur bedingt geeignet. Holen Sie sich bitte fachmännischen Rat bei Ihrem Heizungsfachbetrieb ein.
  • Bitte vermeiden Sie jeglichen Kontakt Ihres (Massiv)Holzstückes mit Alkohol, Chemikalien und anderen aggressiven Stoffen. Falls doch einmal etwas passieren sollte, entfernen Sie die Substanz sofort mit einem leicht feuchten Tuch und trocknen Sie diese Stelle anschließend ab. So können Sie einen eventuellen Schaden möglichst gering halten.
  • Die richtigen Pflegemittel für Ihre Holzart (z. B. Öle) und sonstiges Zubehör zur Holzpflege finden Sie in jedem Baumarkt.

Man bekommt nun sehr schnell eine Vorstellung davon, dass sich ein fachmännisch getrocknetes und zu einem einzigartigen Dekostück verarbeitetes Massivholz beim Endkunden völlig unterschiedlich verhalten kann. Deshalb spielt eine spätere dauerhafte Umgebung Ihrer Holzmöbel eine entscheidende Rolle, wenn es um die Langlebigkeit Ihres (Massiv)Holzstückes geht.

3. Rechtliche Rahmenbedingungen

Holz ist ein Naturprodukt und jede Holzart hat ihre eigenen Eigenschaften. Im Laufe der Zeit können sich trotz einer sorgfältigen Auswahl der Materialen und einer ordnungsgemäßen Verarbeitung nicht zu beeinflussende Eigenschaften durchsetzen, welche bei dem natürlichen Material Holz, aufgrund seiner Struktur und den jeweiligen Raumbedingungen möglich sind.

Eigenschaften des Holzes sind verschiedene Maserung und Astaustritte. Die Auswahl des Rohmaterials erfolgt nicht nach den erforderlichen Eigenschaften für den konventionellen Möbelbau. Schwankungen in der Maserung und Astaustritte sind gewollt und sollen die Individualität des Holzes betonen. Eigenschaften wie Verwerfungen und Rissbildung bei Wurzeln, Holzplatten und Stämmen können aufgrund des natürlichen Materials vorkommen. Aufgrund der verschiedenen Dichte und Struktur im Holz kann der Trocknungsprozess, insbesondere bei größeren Materialstärken (Wurzeln, Stämme), nicht gleichmäßig stattfinden. Trotz einer Trocknung und anschließenden Ablagerung kann die Restfeuchte im Kern des Holzes im Gegensatz zum Außenbereich leicht erhöht sein und im Einzelfall noch mehrere Jahre nach der Verarbeitung zu Trocknungsrissen und Verwerfungen führen. Leider können wir keine Reklamationen akzeptieren, welche auf diese Eigenschaften zurückzuführen sind.

Nähere Informationen finden Sie in unseren AGB (§8 Mängelhaftung) unter: https://www.hapemeu-design.de/AGB/